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Edition BONJOUR SAARLAND,
Band 7

SAVOIR VIVRE SAARLAND

Natur, Kultur, Lebensart - ein starkes Stück EUROPA

Nicht das Herz der Welt, aber eine Welt mit Herz: das Saarland.
Wir stellen Ihnen auf 264 Seiten mit mehr als 600 Farbabbildungen die schönsten Facetten dieser charmanten Region mit ihrem grandiosen Miteinander von Kultur und Natur im Herzen Europas vor.

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INFO- & PROSPEKTMATERIAL


Tourist-Information Sankt Wendeler Land,
Telefon 06852/9011-0,
www.bostalsee.de














































E i n f a c h  S E E N s a t i o n e l l

Am größten Freizeitsee Südwestdeutschlands plantschen, im Steinernen Meer bei Freisen versinken, den Burgsommer in Nohfelden genießen und in Nonnweiler ein Wunderwerk keltischer Baukunst bestaunen oder mit Archäologen eine römische Siedlung ausgraben - Entdecke die Möglichkeiten!
Badespaß, Open-Air-Kunstgenuss, Ringwall und Wendalinusverehrung, Edelsteine und Burgenromantik - im Sankt Wendeler Land hat man in punkto Freizeit-Gestaltung die Qual der Wahl...

Der Landkreis


FREISEN

EDELSTEINDORADO
Auf einer ausgewiesenen Fläche von ca. 25.000 qm können Hobbysammler ihr Glück versuchen und selbst nach Mineralien schürfen. Geeignetes Werkzeug gibt´s gegen geringe Leihgebühr, die Funde können vor Ort weiterverarbeitet werden. Schneid- und Schleifmaschinen vorhanden. Eine Fundmengenbegrenzung besteht dabei nicht. Schönes Ziel für Vereinsausflüge und Kindergeburtstage.

Nach Voranmeldung, täglich von 10 bis 18 Uhr

  Edelsteindorado, Telefon 06855/184931

NATURWILDPARK
In einem Tal bei Freisen liegt der Naturwildpark mit rund 400 Tieren und Arten wie Rot- und Dammwild, Wapiti-Hirschen, seltenen Ziegen- und Schafrassen, Muffelwild und Waschbären. Auf dem ca. 5 km langen Rundweg kann man mit den zum Teil freilaufenden Tieren ganz auf Tuchfühlung gehen und sie füttern. Die Attraktion ist sicherlich die Falknerei mit Adlern, Bussarden und Geiern. Die Flugvorführungen sind allerdings wetterabhängig. Im Regelfall finden von Ostern bis Oktober täglich um 11 und 15 Uhr Flugvorführungen statt. Von November bis Ostern nur an den Wochenenden und an Feiertagen.

Täglich von 10 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit

  Naturwildpark Hermbachtal,
  Telefon 06855/6365 und 996463

MINERALOGISCHE MUSEEN

In Oberkirchen und Freisen warten gleich zwei Mineralogische Museen auf Besucher. Ca. 1.500 Exponate aus über 90 verschiedenen Arten von Edelsteinen sind in der Ausstellung des Mineralogischen Museums Oberkirchen zu bewundern. Hauptsächlich sind es Achate, darunter ein prachtvoller Achat mit dem blumigen Namen "Untergehende Sonne", Jaspise, versteinertes Holz, Quarze wie Rauch- und Rosenquarz sowie Amethyste, Rauchtopase und Aquamarine.
Und auch in Freisen sind fast ausschließlich Mineralien, Achate und versteinerte Hölzer aus der näheren Umgebung ausgestellt. Die Exponate der größten Ausstellung dieser Art im Saarland gelten als einzigartig

Beide Museen sind jeden 1. SO im Monat von 13 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet

  Mineralogisches Museum Oberkirchen,
  Telefon 06855/332 bzw. 06855/9755

  Mineralienmuseum Freisen,
  Telefon 06855/1227 bzw. 06855/9755




NOHFELDEN

BOSTALSEE
Der Bostalsee ist das touristische Herzstück des Sankt Wendeler Landes. Mit rund 120 ha Wasserfläche ist er der größte See im Südwesten.
Wer Spaß am oder im Wasser sucht, für den führen alle Wege an den Bostalsee. Zwei Freibäder mit sechs Beach-Volleyball-Feldern, 40 Tret-, 8 Elektro- und 2 Ruderboote, See-Rundfahrten mit dem Solar-Katamaran, Minigolf und Abenteuerspielplatz, Surferbasis und Segelhafen, Kunstkurse in der Bosener Mühle und der größte Biergarten Südwestdeutschlands - am Bostalsee ist immer etwas los.
Hinzu kommen alljährlich wiederkehrende Events in den Sommermonaten von Mai bis September wie das Internationale Heißluftballonfahrer-Treffen mit Vatertagstreff an Christi Himmelfahrt (DO bis SO), das Seefest (Ende Juli) oder die ADAC-Rallye (August).

www.bostalsee.de

  Freizeitzentrum Bostalsee,
  Telefon 06852/9911-0

BURG NOHFELDEN
Von der "nue Burgk byme dorf zu Navelden", die 1285 erstmals urkundlich erwähnt wird, sind heute noch der mittelalterliche Bergfried und ein Teil der Ringmauer erhalten. Lehensherren waren die Grafen von Veldenz. Im späten 15. Jh. ging die Burg in den Besitz der Herzöge von Pfalz-Zweibrücken über. In der französischen Revolution als Nationaleigentum beschlagnahmt, wurde sie 1894 versteigert und als Steinbruch genutzt. Heute sind die restaurierten Reste der Burg das Wahrzeichen Nohfeldens. Der Aufstieg zum Turm ist täglich möglich und wegen der herrlichen Aussicht auf das Nahetal unbedingt empfehlenswert.

Mai bis Sept. 8 bis 20 Uhr, Okt. bis April 8 bis 17 Uhr. Führungen nach Vereinbarung

  Gemeinde Nohfelden, Telefon 06852/885-251

NAHEQUELLE
Im Wald versteckt entspringt bei Selbach die Quelle der Nahe. Unweit davon gibt´s einen kleinen Wildpark, der bei Familien mit Kindern sehr beliebt ist. Ein schönes Wanderziel. Hier beginnt übrigens auch der Nahe-Radweg, der bis zur Mündung in Bingen rund 125 Kilometer an ihren romantischen Ufern entlang führt.

  Gemeinde Nohfelden, Telefon 06852/885-251

STRASSE DER SKULPTUREN
Sie lieben die Kunst? Dann werden Sie sicherlich von der "Straße der Skulpturen", einer gigantischen Open-Air-Galerie entlang des Saarland-Rundwanderweges begeistert sein. Zwischen St. Wendel und dem Petersberg haben auf einer Länge von 25 Kilometern international renommierte Künstler und Künstlerinnen im Laufe von siebzehn Jahren 53 Steine und Plastiken geschaffen. Wandern mit kulturellem Anspruch sozusagen. Wer mehr über die Geschichte des Internationalen Kunst-Symposiums erfahren möchte, der sollte im Museum St. Wendel in der Kreisstadt vorbeischauen. Hier ist sie in einer kleinen Ausstellung dokumentiert.
  Tourist-Information Sankt Wendeler Land,
  Telefon 06852/9011-0




NONNWEILER

KELTISCHER RINGWALL OTZENHAUSEN
Der vom Volksstamm der Treverer in keltischer Mauertechnik (von Julius Cäsar als "murus gallicus" bezeichnet) erbaute Ringwall auf dem Dolberg hatte seine größte Bedeutung im 1. vorchristlichen Jahrhundert als Schutzwall gegen römische Eroberer. Die eindrucksvolle, vorgeschichtliche Befestigungsstadt (lat. oppidum) diente treverischen Fürsten als Stammsitz. Und jetzt der Clou: Dieses kulturhistorische Monument mit seiner gewaltigen 2,5 km langen, am Nordwall noch heute bis zu 12 Meter hohen imposanten Mauer ist damit die größte und besterhaltene keltische Verteidigungsanlage in Europa

Besichtigung ganzjährig. Führungen von Mai bis Okt. jeden 1. SA im Monat. Treffpunkt jeweils um 14 Uhr auf dem Waldparkplatz Otzenhausen.

 Gemeinde Nonnweiler, Telefon 06873/660-0 

PRIMSTALSPERRE
Eindrucksvoll schmiegt sich die Primstalsperre in die hügelige Landschaft des Hochwaldes. Ein zwölf Kilometer langer Rundweg führt drum herum, der Treffpunkt für Radler und Wanderer. Ein Teilstück davon ist übrigens als Planetenweg ausgeschildert, entführt spielerisch und informativ in die Weiten unserer Galaxie. Wassersport ist hier tabu, der See gehört allein Radlern, Wanderern und Naturfreunden. Mit 20 Millionen Kubikmetern Wasser übrigens das größte Wasserreservoir der Gegend
Besichtigung ganzjährig

  Gemeinde Nonnweiler, Telefon 06873/660-0

SOMMER-RODELBAHN
1.000 m kurvenreicher Rodelspaß. Eine Riesengaudi für Jung und Alt. Selbst starten, beschleunigen und bremsen. In wenigen Minuten befördert Sie dafür ein modernes Liftersystem auf den 584 Meter hohen Gipfel des Peterberges.
Brandneu: Vier Wellenrutschen mit einer Länge von 40 m, zwei Freifallrutschen mit 28 m Länge und eine Tunnelröhrenrutsche mit 35 m Länge bilden ein attraktives Rutschenparadies. Mit speziellen Rutschmatten geht es rasant zu Tal

April bis Juni + Sept. bis Okt. SO & Feiertage 10 bis 19 Uhr, SA + MI 13 bis 18 Uhr; Juli + August täglich von 10 bis 18 Uhr, SO + Feiertage 10 bis 19 Uhr
www.sommerrodelbahn-peterberg.de

  Freizeitzentrum Peterberg,
  Telefon 06873/91134

STERNWARTE
Mit eigenen Augen die weißen Eispole des Mars oder die Krater des Mondes bestaunen - diese Möglichkeit bietet sich bei klarem Wetter auf dem 584 Meter hohen Peterberg. Hier befindet sich die Sternwarte des Vereins der Amateurastronomen des Saarlandes e.V., fernab von störenden Lichteinflüssen und ausgestattet mit einem 14-Zoll großen Spiegelteleskop zur Sternenbeobachtung.
Die regelmäßig stattfindenden Vorträge sind übrigens nicht nur für Hobby-Astronomen, sondern auch für Familien mit Kindern hochinteressant.
Kleiner Tipp: Auf warme Kleidung achten!

Jeden 1. SA im Monat Vortrag. Führung und Besichtigung des Sternenhimmels von Sept. bis März ab 19 Uhr, von April bis Aug. ab 20 Uhr.
www.sternwarte-peterberg.de

  Sternwarte auf dem Peterberg,
  Telefon 06873/91555 oder 06873/91557



ST. WENDEL
WENDALINUSBASILIKA
Die Wendalinusbasilika, von den St. Wendelern kurz "Wendelsdom" genannt, liegt mitten im Herzen der Stadt St. Wendel und ist mit der hohen Turmhaube des Westturmes das Wahrzeichen der Stadt. Die Basilika gilt als eine der schönsten spätgotischen Hallenkirchen (14. Jahrhundert) Westdeutschlands und ist Ausdruck der Wendalinusverehrung im 11. und 12. Jahrhundert. Treibende Kraft war Kurfürst Balduin von Trier, der 1327 die Stadt erwarb und sie zu einem wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum ausbaute. Der Ostchor wurde bereits 1360 fertiggestellt. Es folgte um 1400 der Bau der westlichen Turmanlage, der Tumba in der Chormitte und des Hochgrabes mit den Gebeinen des heiligen Wendalinus. Sehenswert sind vor allem die Steinkanzel - eine der wenigen, die es in Deutschland gibt - sowie das Hochgrab mit den Gebeinen des hl. Wendalinus, die Tumba und die Grablegungsgruppe aus dem 15. Jhdt.

Ganzjährig geöffnet, Eingang durch die Seitentür. Führungen auf Anfrage

  Stadt St. Wendel, Telefon 06851/7788

MUSEUM ST. WENDEL
Die angebotene Palette des Museums St. Wendel ist breit gefächert. Sie reicht von vor- und frühgeschichtlichen Funden, über einen Gemäldezyklus aus der Barockzeit zur Legende des Heiligen Wendalinus und die historische Episode des Fürstentums Lichtenberg, über die Werke der St. Wendeler Künstlerin Mia Münster bis hin zur Dokumentation der "Straße der Skulpturen" und der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, die in interessanten Wechselausstellungen präsentiert wird. Was will man eigentlich mehr?

DI bis FR von 10 bis 13 Uhr und 14 bis 16.30 Uhr (DO bis 18 Uhr); SA von 14 bis 16.30 Uhr, SO und an Feiertagen von 14 bis 18 Uhr. Führungen für Gruppen und Schulklassen auf Anfrage.

  Museum St. Wendel, Telefon 06851/809-183



THOLEY
BENEDIKTINERABTEI
Erbaut auf den Ruinen einer römischen Badeanlage aus dem 2. bis 3. nachchristlichen Jahrhundert, prägt die um das Jahr 1.000 gegründete Benediktinerabtei noch heute das Ortsbild, und gilt zudem als die älteste Klostergründung auf deutschem Boden. Die heutige frühgotische Abteikirche wurde zwischen 1260 und 1302 erbaut. Die barocke Oberlinger Orgel mit einem beeindruckenden Prospekt verfügt über 43 Register. Erwähnenswert auch das barocke Chorgestühl aus dem Jahre 1704.

Abteikirche täglich von 7 bis 20 Uhr

  Gemeinde Tholdey, Telefon 06853/508-0

SCHAUMBERG & SCHAUMBERGTURM
Der Schaumberg gehört mit seinen rund 570 m Höhe zu den höchsten Erhebungen des Saarlandes. Schon in vorchristlicher Zeit bauten hier die Kelten eine Fliehburg, die nach der römischen Eroberung zur Wehranlage umbegaut wurde. Reste der etwa vier Meter hohen Wälle sind heute noch an der Auffahrt zum Turm erkennbar. Um das Jahr 1200 erbauten hier die Grafen des Bliesgaues die Schauenburg, die von Franz von Sickingen 1522 erobert und im 30-jährigen Krieg zerstört wurde.
Heute ist der Schaumberg deutsch-französische Begegnungsstätte. Eine ständige Ausstellung im Aussichtsturm dokumentiert die "120 Jahre deutsch-französische Beziehungen".
Von dem 36 Meter hohen Aussichtsturm hat man zudem einen herrlichen Blick über das Sankt Wendeler Land, der bis zu den Vogesen, dem Pfälzerwald und dem Hunsrück reicht. Ein ca. 3 km langer, behindertengerechter Rundweg lädt zum Spaziergang um den Schaumberg ein, wobei man auch die Afrika-Kapelle passiert.

Aussichtsturm: April bis Okt. täglich von 9 bis 19 Uhr

  Tourist-Information Sankt Wendeler Land,
  Telefon 06852/9011-0

JOHANN-ADAMS-MÜHLE
In einem idyllischen Wiesental bei Theley liegt die Johann-Adams-Mühle, eines der letzten erhaltenen Mühlenanwesen im Saarland. 1589 erstmals urkundlich erwähnt, gehen die heutigen Mühlengebäude auf das Jahr 1735 zurück. Die Johann-Adams-Mühle, ein zweigeschossiger, ursprünglich strohgedeckter Fachwerkbau mit hochgezogenem Mühlrad, gilt als einzige Mühle im Saarland, bei der die Malstube noch mittelalterliche Züge aufweist. Dabei wird das Wasser über eine 12 Meter lange Brücke aus Eichenholz dem Mühlrad zugeführt, das Dach ist reetgedeckt. Auch die offene Feuerstelle und der Backofen im Wirtschaftsteil wurden restauriert und sind voll funktionstüchtig. Das Mühlenensemble beherbergt heute ein kleines Museum.

Von Ende März bis Nov. SO und feiertags 14 bis 18 Uhr, Gruppen nach Vereinbarung

  Gemeinde Tholey, Telefon 06853/508-0

RÖMISCHE AUSGRABUNGEN WARESWALD
Im Wareswald bei Tholey, am Schnittpunkt der beiden Heerstraßen Metz-Mainz und Straßburg-Trier, befand sich ehemals eine bedeutende gallo-römische Siedlung. Im Sommer 2001 hat man nun in einem ehrgeizigen Grabungsprojekt begonnen, nach den Spuren unserer Vorfahren zu forschen und zu graben. Die ersten Funde sind vielversprechend. So konnten bereits Fußbodenheizungen, Badeanlagen und aufwändige Wandmalereien nachgewiesen werden. Wer will, kann während der Grabungssaison von April bis September live dabei sein.
Kostenlose Führungen gibt´s jeden 1. Sonntag im Monat von Juni bis September, jeweils um 11 Uhr. Ebenfalls möglich: Die Teilnahme an Grabungsseminaren. Übrigens auch eine nette Idee für Vereinsausflüge und Kindergeburtstage!

Besichtigungen während der Grabungssaison (April bis Sept.) MO bis FR von 8 bis 15 Uhr. Führungen & Teilnahme an Grabungsseminaren auf Anfrage.

  Terrex GmbH, Telefon 06853/501-351